Die häufigsten Streitpunkte am Gartenzaun


Nachbarschaftsstreit? Nein Danke!


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STREIT AM GARTENZAUN:
WIE SIE NACHBARSCHAFTSSTREIT VERMEIDEN


Streitigkeiten unter Nachbarn nehmen zu. Immer dichtere Besiedelung beschwört Konfliktpotentiale herauf, die das nachbarschaftliche Verhältnis trüben können. Der Mensch kann nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt, so heißt es. Und eine gute Nachbarschaft ist schließlich ein Stück Lebensqualität und ein friedliches Neben- und Miteinander sollte immer das Ziel beider Parteien sein.

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Streitpunkt Nr. 1 ist meistens die Grundstücksgrenze.







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Zu laute Musik? Unangenehme Gerüche? Hier ist Streit oft vorprogrammiert.



Damit ein Nachbarschaftsstreit unter Umständen gar nicht erst entfacht, finden sich gesetzliche Regelungen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), im Nachbarrechtsgesetz (NachbG NRW) und in der Landesbauordnung (BauO NRW). Aber zur Lösung eines (aufkeimenden) Nachbarschaftsstreits genügt – neben einem rücksichtsvollen und höflichen Umgang – oftmals schon ein klärendes Gespräch. Wie in so vielen Lebensbereichen geht es auch hier um das Thema Respekt. Und es gibt so einiges, das man bereden kann. Denn Streitigkeiten mit dem Nachbarn drehen sich häufig um die immer gleichen Themen.


Thema Nr. 1 im Nachbarschaftsstreit: die Grundstücksgrenze

Den richtigen Verlauf der eigenen Grundstücksgrenze zu kennen, ist wichtig, wenn es um einen Zaunbau geht, um Heckenbepflanzung oder um die Errichtung einer Mauer. Der Streitpunkt mit den lieben Nachbarn ist oftmals die Art und Weise der Grenzeinfriedungen: Wie weit ist die Einfriedung von der Grenze entfernt? Wie hoch ist die Grenzbefestigung? Und aus welchem Material ist sie beschaffen? Was tangiert das Nachbargrundstück? Grundsätzlich darf jeder Nachbar seine Einfriedung selbst wählen – aber hier gibt es diverse Ausnahmen. Und um eben diese dreht sich meist der Nachbarschaftsstreit.


Streitthema Grenzbepflanzungen und Grenzbäume

Darf eine Hecke auf der Grenze stehen oder welcher Abstand zur Grenze ist einzuhalten? Was ist mit überhängenden Zweigen und Ästen? Welche Baumart darf gepflanzt werden? Ist eine Verschattung hinzunehmen? Fragen über Fragen, die man bei den heute üblichen, engen Bebauungen bereits vor der Pflanzung stellen und beantworten sollte. So können Streitigkeiten mit dem Nachbarn von vorne herein vermieden werden.


Nachbarschaftsstreit um die nachträgliche Wärmedämmung

Auch beim Thema Wärmedämmung sollte man einige Fragen beantwortet wissen, bevor es an entsprechende Maßnahmen geht. Darf das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) über die Nachbargrenze herausragen? Was ist mit Reparaturarbeiten und der Betretung des Nachbargrundstückes in einem solchen Fall? Wer korrektes Verhalten im Vorhinein prüft, spart sich eine Menge Ärger an der Grundstücksgrenze.


Lärm, Gerüche, Immissionen – der Klassiker beim Nachbarschaftsstreit

Grundsätzlich darf jeder Eigentümer auf seinem Grundstück so verfahren, wie es ihm beliebt. Beeinträchtigungen durch Lärm, Gerüche, Gase, Rauch oder Ruß sind in einem bestimmten Umfang hinzunehmen. Wenn der Nachbar hierdurch jedoch gestört wird, ist Streit oft vorprogrammiert. Ein Nachbar kann die Unterlassung der Immissionen verlangen, wenn die Nutzung seines Grundstücks in einem wesentlichen Umfang beeinträchtigt wird. Aber was ist wesentlich? Beliebte Streitpunkte sind das Rasenmähen in der Mittagszeit, Grillen auf Balkon oder Terrasse, Kinderlärm, Tiergeräusche und einige mehr.


Streit um die Tierhaltung

Apropos Tier: Hier kommen oft mehrere Komponenten zusammen. Tiere erzeugen Geräusche und Gerüche. Tiere halten sich nicht an Grundstücksgrenzen, wenn diese nicht eingefriedet sind. Ein ständig bellender Hund kann genauso den letzten Nerv rauben wie eine Voliere mit Sittichen oder Papageien. Vom krähenden Hahn einmal ganz abgesehen. Hier macht es durchaus Sinn, vor der Anschaffung eines neuen Mitbewohners entsprechende Szenarien zu durchdenken, um Streitigkeiten mit dem Nebenan zu vermeiden.

Man sieht: Nachbarschaftliche Konflikte basieren meist auf mangelnder Kommunikation. Arroganz, mangelnde Einsicht und der fehlende Respekt sind letztlich die Hauptursache von Streitigkeiten im Allgemeinen, aber eben auch unter Nachbarn. Wenn ein klärendes Gespräch nicht erfolgreich ist, führt der nächste Schritt beispielsweise zum Schiedsmann als vorrechtliche Instanz. Dieser bringt die Parteien an einen Tisch. Hilft auch dies nicht weiter, kann als letzter Ausweg ein Rechtsanwalt hinzugezogen werden. Aber: Lassen Sie nicht außer Acht, dass dann die Stimmung meist vollends getrübt ist und ein vernünftiges Miteinander oft für eine sehr lange Zeit nicht mehr möglich ist. Dann fragt man sich im Nachhinein: War es das wirklich wert?

Im Falle eines (drohenden) Nachbarschaftsstreits helfen in jedem Fall der klare Menschenverstand und die Kenntnis des Nachbarrechtsgesetzes weiter. Gerne sind wir Ihnen rund um das Thema mit unserer langjährigen Erfahrung als Immobilienmakler behilflich – gerne auch schon, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. Oder der Nachbar über den Zaun.




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